AstroPay · Österreich
Beste Casinos mit AstroPay: das Wallet im direkten Vergleich für Österreich
Wer im Online-Casino nicht mit der Bankkarte zahlen will, hat in Österreich mehrere Wege. AstroPay ist einer davon: ein E-Geld-Wallet, das zwischen Bankkonto und Casino-Kasse steht. Daneben stehen die eps-Überweisung der österreichischen Banken, die Guthabenkarte paysafecard und das Wallet Neteller. Jede Methode hat ihre eigenen Gebühren, Fristen und Grenzen.
Diese Seite legt die vier Zahlungsarten nebeneinander. Verglichen werden die Kosten laut Gebührenliste, die Dauer bis zur Gutschrift, die Wege zurück aufs Bankkonto und der Schutz des Guthabens. Ein eigener Abschnitt ordnet ein, was das Glücksspielgesetz zu ausländischen Anbietern sagt. Alle Werte stammen aus den Bedingungen der Zahlungsdienste und aus Quellen von Behörden. Wo ein Anbieter keine Zahl nennt, schreiben wir das dazu.
Casinos mit AstroPay im Überblick
Zahlungsarten
- AstroPay
In unserer Liste stehen Online-Casinos, deren Kasse AstroPay als Zahlungsart anbietet. Eine österreichische Konzession hat keines von ihnen. Die Anbieter sind im Ausland lizenziert, unter anderem in Curaçao und auf Anjouan. Die einzige Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich liegt bei der Österreichischen Lotterien GmbH, die win2day.at betreibt.
Vergleichen Sie bei jedem Anbieter zwei Dinge, bevor Sie sich registrieren. Erstens: Steht AstroPay auch bei den Auszahlungsmethoden? Zweitens: Welche Behörde und welche Lizenznummer stehen in der Fußzeile? Beides entscheidet mehr über Ihre Erfahrung als die Höhe eines Bonus.
Das Wallet in drei Sätzen
AstroPay ist ein E-Geld-Wallet, das Sie aufladen und an der Casino-Kasse als Zahlungsmittel auswählen. Für Kundinnen und Kunden im EWR betreibt es die Larstal Denmark ApS, die laut AGB von der dänischen Finanzaufsicht Finanstilsynet als E-Geld-Institut zugelassen ist. Auszahlungen aus dem Wallet gehen in Euro per Überweisung auf ein Bankkonto, das auf Ihren Namen lautet.
Für einen fairen Vergleich zählt, was AstroPay nicht ist. Das Wallet ist kein Bankkonto, das Guthaben fällt nicht unter eine Einlagensicherung. Und anders als bei manchen Konkurrenten lassen sich im Wallet keine eigenen Ausgabenlimits einstellen.
Welche Bedingungen gelten, richtet sich nach dem Land der Kontoregistrierung. Für ein in Österreich eröffnetes Konto ist das Paket für den EWR maßgeblich. Es nennt für österreichische Kundinnen und Kunden das Sozialministerium als Beschwerdestelle, erreichbar unter +43 1 711 00.
Zur Gruppe gehören weitere Gesellschaften, etwa die Larstal Limited mit einer britischen E-Geld-Zulassung der FCA unter FRN 901001. Für Konten aus Österreich ist sie nicht zuständig. Die auf der Website beworbene virtuelle Karte taucht im Vertragspaket für den EWR nicht als eigener Dienst auf.
Vier Zahlungsarten im direkten Vergleich
Die vier Methoden funktionieren grundverschieden. AstroPay und Neteller sind Wallets mit eigenem Konto, eps ist eine Überweisung direkt aus dem Online-Banking, paysafecard ein Guthaben-Code. Die folgende Tabelle zeigt, wer jeweils dahintersteht und wie die Aufsicht geregelt ist.
- AstroPay — Anbieter und Aufsicht: Larstal Denmark ApS, E-Geld-Institut, Finanstilsynet (DK) · Prinzip: Wallet mit Identifizierung
- eps-Überweisung — Anbieter und Aufsicht: PSA Payment Services Austria GmbH, FMA-Bankenaufsicht · Prinzip: Überweisung aus dem Online-Banking
- paysafecard — Anbieter und Aufsicht: Paysafe Prepaid Services Limited, Central Bank of Ireland · Prinzip: Code aus dem Handel, optional Konto
- Neteller — Anbieter und Aufsicht: Paysafe Financial Services Limited, FCA (UK) · Prinzip: Wallet mit Identifizierung Für Spielerinnen und Spieler aus Österreich ist eps die einzige Methode mit heimischem Betreiber. Die PSA gehört den österreichischen Banken und funktioniert nur mit einem Konto bei einer davon. paysafecard darf seine Dienste über den EU-Pass in Österreich anbieten. Neteller hat seine Zulassung in Großbritannien.
Auch beim Thema Glücksspiel unterscheiden sich die Bedingungen. AstroPay untersagt die Nutzung auf Seiten, deren Geschäft nach dem Recht des Wohnsitzlandes verboten ist. Neteller verbietet Zahlungen an illegale Glücksspieldienste ausdrücklich. In den österreichischen AGB von paysafecard gibt es keinen eigenen Punkt zu Glücksspiel.
Auch bei der Verfügbarkeit gibt es Unterschiede. Die Länderauswahl auf der AstroPay-Website führt keine eigene Seite für Österreich, das EWR-Vertragspaket richtet sich aber ausdrücklich auch an hier wohnende Kundinnen und Kunden. Die Supportseite von eps listet 26 Einträge zur Auswahl der Hausbank, darunter Gruppen wie Raiffeisen, Volksbanken sowie Erste Bank und Sparkassen.
Gebühren im Detail
Bei den Kosten liegt der größte Unterschied in der Transparenz. Neteller und paysafecard veröffentlichen feste Sätze, eps verspricht keine zusätzlichen Kosten. AstroPay nennt in den EWR-Bedingungen keine Zahlen, sondern zeigt die Gebühr vor jeder Freigabe in der App.
- Zahlung an das Casino — AstroPay: Anzeige vor der Freigabe · Neteller: 0 %
- Auszahlung aufs Bankkonto — AstroPay: Anzeige vor der Freigabe · Neteller: 2,80 %, mind. 3,50 US-Dollar
- Fremdwährung — AstroPay: Anzeige vor der Freigabe · Neteller: 4,49 % Aufschlag
- Inaktivität — AstroPay: keine Gebühr in den AGB gefunden · Neteller: 5 US-Dollar pro Monat nach 6 Monaten
- Chargeback — AstroPay: Sperre oder Kündigung möglich · Neteller: 25 Pfund Bei paysafecard fallen die Kosten an anderer Stelle an. Der Code selbst kostet beim Kauf nichts extra, doch ungenutztes Guthaben wird in Österreich laut AGB mit 3,30 € pro Monat belastet. Ein Rücktausch kostet 5 % des Betrags, höchstens 5 €. Ein paysafecard-Konto ohne Bewegung kostet ab dem 13. Monat 2,80 € monatlich.
Die eps-Überweisung bewirbt der Betreiber mit dem Hinweis, dass keine zusätzliche Registrierung und keine zusätzlichen Kosten anfallen. Kontoführungsgebühren Ihrer Bank sind davon nicht berührt. Für die meisten Inhaber eines österreichischen Girokontos ist eps damit der Weg mit den wenigsten Posten.
Eine Besonderheit von AstroPay gehört in jeden Kostenvergleich: die Idleness Fee. Sie greift, wenn Sie Prüfanfragen nicht rechtzeitig beantworten, und beträgt 50 € bis 50 % des verfügbaren Guthabens pro Monat. Wer Unterlagen zügig nachreicht, zahlt sie nie.
Kosten schon beim Aufladen
Bei Wallets entstehen Kosten oft nicht an der Casino-Kasse, sondern einen Schritt früher. Wer AstroPay oder Neteller nutzt, muss das Wallet zuerst füllen, und dieser Schritt hat seinen eigenen Preis.
Neteller nennt die Sätze offen. Für die meisten Aufladewege, darunter Karten von Visa und Mastercard, berechnet der Dienst 2,5 %. Eine Aufladung mit paysafecard kostet dort zwischen 0 und 5 %. Eine Überweisung an einen anderen Neteller-Nutzer schlägt mit 2,99 % zu Buche, mindestens 0,50 US-Dollar.
AstroPay geht anders vor. Welche Aufladewege Ihnen zur Verfügung stehen, hängt vom Wohnsitzland ab und wird in der App angezeigt. Eine mögliche Gebühr erscheint vor der Freigabe. Eine Tabelle mit Sätzen für Österreich veröffentlicht der Anbieter in den Bedingungen nicht.
Bei eps und paysafecard entfällt das Aufladen. eps bucht direkt vom Girokonto ab, paysafecard bezahlen Sie beim Kauf des Codes im Geschäft. Für Gelegenheitsspieler ist das ein Schritt weniger.
Rechenbeispiel für den Rückweg aufs Konto
Wie stark sich feste Gebührenregeln auswirken, zeigt ein einfaches Beispiel. Angenommen, Sie wollen einen Betrag von hundert Euro aus einem Wallet oder von einer Guthabenkarte zurück auf Ihr Bankkonto holen.
Bei Neteller betragen die Kosten 2,80 % des Betrags, also 2,80 €. Weil die Mindestgebühr bei 3,50 US-Dollar liegt, zahlen Sie in diesem Fall den Mindestbetrag. Bei paysafecard werden 5 % abgezogen, höchstens aber 5 €; bei 100 € sind das genau 5 €.
Für AstroPay lässt sich dieselbe Rechnung nicht aufstellen. Die Bedingungen nennen keinen Satz, die App zeigt die Gebühr erst im Bestätigungsfenster. Notieren Sie diese Anzeige bei Ihrer ersten Auszahlung, dann haben Sie einen eigenen Vergleichswert.
Größere Beträge verschieben das Bild. Bei paysafecard bleibt der Abzug durch die Obergrenze bei 5 €, bei Neteller wächst er mit dem Betrag. Bei 1.000 € wären es dort 28 €.
Tempo: wann das Geld ankommt
Beim Tempo verschwimmen Werbung und Bedingungen leicht. AstroPay spricht gegenüber Händlern im Gaming-Bereich von sofortigen Ein- und Auszahlungen. Verbindlich ist die Höchstfrist aus den AGB, die für jede Transaktion 48 Stunden beträgt.
| Methode | Frist laut Quelle |
|---|---|
| AstroPay | höchstens 48 Stunden je Transaktion |
| eps-Überweisung | Bestätigung an den Händler in Echtzeit |
| eps bei win2day | meist Sekunden, in Ausnahmefällen bis 45 Minuten |
| AstroPay, Restguthaben nach Kündigung | bis zu 30 Geschäftstage |
Für paysafecard und Neteller nennen die geprüften Seiten keine Frist für die Gutschrift im Casino. Wie schnell ein Casino eine Zahlung verbucht, hängt ohnehin vom Anbieter ab. Die Tabelle zeigt deshalb nur die Seite des Zahlungsdienstes.
Wie eine AstroPay-Zahlung abläuft
Der Ablauf ist bei allen Wallets ähnlich, die Reihenfolge aber festgelegt. Zuerst kommt die Identifizierung, dann das Aufladen, erst danach die Kasse.
- AstroPay-Konto mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse anlegen.
- Identität mit Reisepassdaten bestätigen lassen.
- Wallet über eine der Methoden laden, die die App für Österreich anzeigt.
- Im Casino unter „Einzahlung“ AstroPay wählen und den Betrag eingeben.
- Zahlung in der App oder im AstroPay-Fenster freigeben.
Im Vergleich zu eps ist das ein Schritt mehr: Bei eps wählen Sie nur Ihre Bank und bestätigen im gewohnten Online-Banking. Gegenüber paysafecard entfällt bei AstroPay der Kauf eines Codes im Geschäft. Dafür verlangt AstroPay vorab eine vollständige Identifizierung.
Ein Detail betrifft Kartenzahler. Lassen Sie eine Aufladung bei der Bank per Chargeback zurückbuchen, kann AstroPay das Wallet sperren oder kündigen. Bei Neteller kostet ein Chargeback laut Gebührenliste 25 Pfund.
Auszahlungen: hier trennen sich die Methoden
Beim Rückweg zeigt sich, welche Methode im Casino wirklich rund läuft. Einzahlen lässt sich mit allen vier. Auszahlen dagegen nicht.
Mit AstroPay ist eine Auszahlung möglich, wenn das Casino die Methode auch für Auszahlungen anbietet. Das Geld landet dann im Wallet. Von dort geht es in Euro per Überweisung auf ein Bankkonto auf Ihren Namen weiter, eine Überweisung an Dritte ist nicht vorgesehen.
paysafecard ist ursprünglich ein Prepaid-Produkt für Zahlungen. Auszahlungen empfangen Sie nur mit einem paysafecard-Konto, und dort gilt in der Standardstufe ein Payout-Limit von 250 € pro Monat. In der höchsten Stufe sind es 30.000 € pro Jahr.
Für eps nennen die Quellen des Betreibers nur Zahlungen an Händler, keine Auszahlungen. Gewinne kommen in diesem Fall meist per gewöhnlicher Banküberweisung zurück. Neteller nimmt Auszahlungen ins Wallet an und überweist auf Wunsch weiter, gegen 2,80 % Gebühr, mindestens 3,50 US-Dollar.
- AstroPay — Auszahlung aus dem Casino: ins Wallet, wenn das Casino es anbietet · Weiter aufs Bankkonto: in Euro, nur auf ein eigenes Konto
- paysafecard — Auszahlung aus dem Casino: nur mit Konto, Standard 250 € pro Monat · Weiter aufs Bankkonto: Rücktausch 5 %, max. 5 €
- Neteller — Auszahlung aus dem Casino: ins Wallet, wenn das Casino es anbietet · Weiter aufs Bankkonto: 2,80 %, mind. 3,50 US-Dollar
- eps-Überweisung — Auszahlung aus dem Casino: keine Auszahlungsfunktion in den Quellen · Weiter aufs Bankkonto: entfällt, Gewinne meist per Überweisung
Schutz des Guthabens und der Daten
Wo Ihr Geld zwischen zwei Zahlungen liegt, unterscheidet sich stark. Bei eps verlässt es Ihr Bankkonto erst mit der Zahlung an das Casino. Bei AstroPay, Neteller und paysafecard liegt es dagegen als E-Geld beim jeweiligen Institut.
Für E-Geld gilt keine Einlagensicherung. AstroPay schreibt das ausdrücklich: Das Wallet ist kein Einlagenkonto, eine Entschädigung durch ein dänisches Sicherungssystem gibt es nicht. Geschützt wird das Geld über die getrennte Verwahrung, zu der E-Geld-Institute verpflichtet sind. Halten Sie im Wallet daher nur, was Sie in absehbarer Zeit brauchen.
Bei den Daten geht jede Methode einen anderen Weg. AstroPay verlangt Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Reisepassdaten, bevor das Konto aktiv wird. paysafecard funktioniert ohne Konto mit einem gekauften Code, dann allerdings nur bis 50 € pro Zahlung. Bei eps melden Sie sich im gewohnten Online-Banking Ihrer Hausbank an.
Das Casino selbst erfährt bei einer Wallet-Zahlung weder Kartennummer noch IBAN. Ihre Identität prüft es trotzdem, spätestens vor der ersten Auszahlung. Der Datenschutzvorteil eines Wallets betrifft also die Zahlungsdaten, nicht Ihren Namen.
Bonusbedingungen und Zahlungsart
Ein Punkt fehlt in fast jedem Methodenvergleich: Manche Casinos knüpfen Boni an bestimmte Zahlungsarten. Einzelne Wallets können von einem Willkommensangebot ausgenommen sein. Ob das für AstroPay gilt, steht nur in den Bonusbedingungen des jeweiligen Anbieters.
Prüfen Sie vor der ersten Einzahlung drei Stellen in diesen Bedingungen. Gemeint sind die Liste ausgeschlossener Zahlungsarten, der Mindestbetrag für den Bonus und die Auszahlungsregeln bei aktivem Bonus. Steht AstroPay auf der Ausschlussliste, entscheiden Sie vorher, ob Ihnen der Bonus oder die Zahlungsart wichtiger ist.
Stärken und Schwächen von AstroPay
Im Vergleich mit den drei Alternativen hat AstroPay ein klares Profil. Die Tabelle zieht die Bilanz.
| Stärke | Schwäche |
|---|---|
| Casino sieht keine Bank- oder Kartendaten | Konto erst nach Identifizierung nutzbar |
| Gebühr wird vor jeder Zahlung angezeigt | keine veröffentlichten Gebührensätze |
| Auszahlung ins Wallet möglich, wenn das Casino sie anbietet | kein Wallet-Limit für Ausgaben |
| Höchstfrist von 48 Stunden je Transaktion | Idleness Fee bei unbeantworteten Prüfanfragen |
Am deutlichsten fällt der Unterschied bei der Kostentransparenz aus. Wer vorher wissen will, was eine Zahlung kostet, findet bei Neteller und paysafecard Tabellen. Bei AstroPay steht die Zahl erst im Bestätigungsfenster.
Für wen sich welche Methode eignet
Die beste Methode hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist: Tempo, Kostenkontrolle oder Abstand zum Bankkonto. Vier typische Ausgangslagen helfen bei der Wahl.
- Sie haben ein österreichisches Girokonto und wollen keine weitere App. Dann liegt eps nahe: Überweisung aus dem Online-Banking, keine zusätzlichen Kosten laut Betreiber.
- Sie möchten keine Bankdaten an der Kasse eingeben. AstroPay und Neteller schirmen Ihre Daten ab, verlangen aber beide eine Identifizierung.
- Sie wollen feste Beträge und nichts darüber hinaus. paysafecard begrenzt Zahlungen ohne Konto auf 50 €.
- Sie spielen in Fremdwährung. Prüfen Sie die Umrechnungsgebühr: Neteller nennt 4,49 %, AstroPay zeigt sie vor der Freigabe.
Für Ausgabenkontrolle ist keine der Wallet-Lösungen ideal, weil AstroPay gar keine Limits im Wallet vorsieht. Ein Vergleichswert kommt vom konzessionierten Anbieter win2day, der Einzahlungslimits vorschreibt. Unter 26 Jahren sind es dort höchstens 250 € pro Woche, ab 26 zwischen 1 und 1.680 € im Monat.
Was der konzessionierte Anbieter anders macht
Ein Vergleich der Zahlungsarten wäre unvollständig ohne den einzigen Anbieter mit österreichischer Konzession für Online-Glücksspiel. win2day.at nennt für Einzahlungen unter anderem Kreditkarte, eps-Online-Überweisung, PayPal, paysafecard, Google Pay, Apple Pay und EuroBon. AstroPay steht nicht auf dieser Liste.
Auffällig ist vor allem der Umgang mit Limits. Auf win2day sind Einzahlungslimits Pflicht, und eine Senkung gilt sofort. eps funktioniert dort nur mit einem österreichischen Bankkonto, die Gutschrift erfolgt meist innerhalb von Sekunden. Registrieren dürfen sich nur Personen ab 18 Jahren.
Bei Casinos mit ausländischer Lizenz bestimmt der Anbieter selbst, welche Limits er anbietet. AstroPay ergänzt hier nichts, weil das Wallet keine eigenen Grenzen kennt. Wer Limits als festen Rahmen braucht, findet ihn in Österreich verpflichtend nur beim Konzessionär.
Lizenzen der Casinos richtig lesen
Neben der Zahlungsart lohnt ein Vergleich der Lizenz. Casinos mit AstroPay arbeiten häufig mit Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta. Jede dieser Behörden führt ein eigenes Register.
Die Curaçao Gaming Authority regelt Online-Glücksspiel auf Grundlage des neuen Landesgesetzes LOK. Ihr Lizenzregister veröffentlicht sie als PDF. Die Behörde betont selbst, dass diese Übersichten keine Gewähr für die aktuelle Gültigkeit einer Lizenz bieten.
Die Malta Gaming Authority stellt ein Lizenzregister mit einer Prüffunktion für Domains bereit. Zusätzlich führt sie Listen nicht autorisierter Adressen und ein Register über Durchsetzungsmaßnahmen. Für Anjouan gibt es ein eigenes Register der dortigen Behörde.
So vergleichen Sie Anbieter in der Praxis:
- Lesen Sie in der Fußzeile des Casinos Behörde, Lizenznummer und Betreiberfirma ab.
- Suchen Sie die Nummer oder die Domain im Register der genannten Behörde.
- Prüfen Sie, ob Firma und Domain im Register mit der Seite übereinstimmen.
- Fehlen Behörde oder Nummer ganz, streichen Sie den Anbieter von Ihrer Liste.
Keine dieser Lizenzen ersetzt die österreichische Konzession. Ein gültiger Registereintrag zeigt nur, dass es eine Aufsicht im Lizenzland gibt, an die Sie sich wenden können.
Konzession, Strafe, Rückforderung: die Lage in Österreich
Eine ausländische Lizenz und eine österreichische Konzession sind zwei verschiedene Dinge. Nach § 3 Glücksspielgesetz (GSpG) steht das Recht zur Durchführung von Glücksspielen dem Bund zu. Online-Glücksspiel fällt als Elektronische Lotterie unter dieses Monopol.
- Österreichische Konzession — win2day.at: ja, bis 30. September 2027 · Casino mit ausländischer Lizenz: nein
- Aufsicht — win2day.at: Bundesministerium für Finanzen · Casino mit ausländischer Lizenz: Behörde im Lizenzland
- Einzahlungslimits — win2day.at: verpflichtend · Casino mit ausländischer Lizenz: nach Regeln des Anbieters
- AstroPay als Methode — win2day.at: nicht aufgeführt · Casino mit ausländischer Lizenz: in unserer Liste vorhanden Das Finanzministerium hält fest, dass eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat nicht zum Anbieten von Glücksspiel in Österreich berechtigt. Werbung für solche Angebote und die Teilnahme vom Inland aus nennt es ebenfalls unzulässig. Bei vorenthaltenen Gewinnen oder Betrug seien rechtliche Schritte kaum möglich.
§ 52 Abs. 5 GSpG stellt die Teilnahme an nicht konzessionierten Elektronischen Lotterien unter Strafe: bis 7.500 € bei Vorsatz, sonst bis 1.500 €. Der Oberste Gerichtshof sieht Verträge mit solchen Anbietern zugleich als nichtig an. Spieleinsätze können daher zurückgefordert werden, wie der Rechtssatz RS0102178 in ständiger Rechtsprechung bestätigt.
Geplante Verschärfungen sind noch nicht Gesetz. Die Regierungsvorlage 594 d.B. sieht ein Sperrregister, Netzsperren und Zahlungssperren ab 1. Jänner 2027 vor und liegt im Finanzausschuss. Der Entwurf verbietet die Mitwirkung am Zahlungsverkehr für verbotene Ausspielungen, sobald ein Anbieter veröffentlicht ist. Betroffen wären Zahlungsdienste aller Art, also auch Wallets.
Gewinne einer Privatperson sind nach Auskunft des Finanzministeriums am Beispiel eines Lotteriegewinns nicht steuerbar. Die Glücksspielabgabe trägt der Anbieter, für Elektronische Lotterien beträgt sie 45 % der Jahresbruttospieleinnahmen.
Verbreitete Irrtümer über Wallet-Zahlungen
Rund um Wallet-Zahlungen im Casino halten sich einige Annahmen, die einem Blick in die Bedingungen nicht standhalten.
- „Sofort heißt sofort.“ AstroPay wirbt gegenüber Händlern mit sofortigen Zahlungen, die AGB erlauben aber bis zu 48 Stunden je Transaktion.
- „Eine EU-Lizenz reicht für Österreich.“ Das Finanzministerium schreibt das Gegenteil: Eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat berechtigt nicht zum Angebot in Österreich.
- „Wallet-Guthaben ist wie Geld auf der Bank.“ Für AstroPay-Guthaben greift laut AGB keine Einlagensicherung.
- „Gewinne gehen immer an die Einzahlungsmethode.“ Nur wenn das Casino die Methode auch für Auszahlungen führt; bei eps nennen die Quellen keine Auszahlungsfunktion.
Gemeinsam ist allen vier Punkten, dass die Antwort in einem öffentlich zugänglichen Dokument steht. Werbetexte von Zahlungsdiensten und Casinos ersetzen diesen Blick nicht.
Spielerschutz und Hilfe
Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt, auch AstroPay nimmt nur Volljährige auf. Wer merkt, dass Einsätze und Zeit aus dem Ruder laufen, findet in Österreich kostenlose Beratung. Weil das Wallet keine eigenen Limits kennt, sollten Sie Grenzen über die Höhe der Aufladung oder im Casino setzen.
- Spielsuchthilfe Wien: Helpline (01) 544 13 57, kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym, für ganz Österreich.
- Spielerschutz-Hotline der Österreichischen Lotterien: 0800 202 304, kostenlos.
- Weitere Stellen in Ihrer Nähe: Spielsuchthilfe.
Fazit: welche Methode wann passt
AstroPay punktet, wenn Sie Bank- und Kartendaten vom Casino fernhalten und Gewinne ins Wallet zurückholen wollen. Die Schwächen liegen bei der Kostentransparenz und bei der Ausgabenkontrolle, denn feste Gebühren und Limits fehlen in den Bedingungen.
eps ist mit österreichischem Konto die schlankeste Lösung für Einzahlungen, paysafecard die strengste Grenze nach oben, Neteller das Wallet mit den klarsten Gebührentabellen. Für jedes Casino in unserer Liste gilt: Eine österreichische Konzession hat keines davon.
Die Wahl der Zahlungsart ändert nichts an der Rechtslage, wohl aber an Ihren Kosten und an der Zeit bis zur Gutschrift. Vergleichen Sie deshalb vor der ersten Einzahlung die Gebührenanzeige in der App mit den festen Sätzen der Alternativen. Ein Blick in die Auszahlungsliste des Casinos zeigt dann, ob der Rückweg über dieselbe Methode überhaupt offensteht.
Fragen und Antworten
Ist AstroPay günstiger als paysafecard für Casino-Einzahlungen?
Ein direkter Preisvergleich ist nicht möglich, weil AstroPay in den Bedingungen für den EWR keine festen Sätze nennt. Die App zeigt die Gebühr vor jeder Freigabe. Bei paysafecard sind die Kosten fixiert: Für ungenutztes Guthaben fallen in Österreich 3,30 € pro Monat an, ein Rücktausch kostet 5 %, höchstens 5 €.
Funktioniert die eps-Überweisung auch mit einem Konto bei einer deutschen Bank?
Nein. eps ist ein Verfahren der österreichischen Banken und setzt ein Konto bei einer davon voraus. Von wo aus Sie zahlen, spielt dagegen keine Rolle: Mit Zugriff auf Ihr österreichisches Online-Banking ist eps auch im Ausland nutzbar.
Welche Zahlungsarten bietet der konzessionierte Anbieter win2day an?
win2day nennt für Einzahlungen unter anderem Kreditkarte, eps-Online-Überweisung, PayPal, paysafecard, Google Pay, Apple Pay und EuroBon. AstroPay ist dort nicht aufgeführt. Einzahlungslimits sind bei win2day verpflichtend.
Was kostet es, Guthaben von Neteller aufs Bankkonto zu überweisen?
Laut Gebührenliste berechnet Neteller für eine Auszahlung aufs Bankkonto 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 US-Dollar. Zahlungen an Händler sind dagegen gebührenfrei. Rechnen Sie bei Fremdwährungen zusätzlich mit 4,49 % Aufschlag auf den Neteller-Kurs.
Warum nennt AstroPay keine festen Gebühren?
Die Bedingungen für den EWR verweisen auf die Anzeige in Web und App: Jede anfallende Gebühr wird vor der Freigabe der Transaktion gezeigt. Änderungen der Tarife kündigt AstroPay zwei Monate vorher an. Für einen Vergleich müssen Sie die Anzeige daher bei Ihrer konkreten Zahlung ablesen.
Ist Guthaben im E-Wallet so geschützt wie auf einem Girokonto?
Nein. Die AstroPay-Bedingungen stellen klar, dass das Wallet kein Einlagenkonto ist und keine Einlagensicherung in Dänemark greift. E-Geld-Institute müssen Kundengelder getrennt verwahren, eine Entschädigung wie bei einer Bankpleite gibt es aber nicht.
Unter welcher Aufsicht steht AstroPay für Kunden aus Österreich?
Für den Europäischen Wirtschaftsraum ist die Larstal Denmark ApS zuständig, laut AGB ein von der dänischen Finanstilsynet zugelassenes E-Geld-Institut mit der Nummer FTID 40514. Als Beschwerdestelle für Österreich nennen die Bedingungen das Sozialministerium.
Welche Methode eignet sich, wenn ich keine Bankdaten angeben möchte?
paysafecard kommt ohne Bankverbindung aus: Sie zahlen mit einem Code, den Sie im Handel kaufen, ohne Konto bis 50 € pro Zahlung. AstroPay verlangt dagegen eine Identifizierung mit Reisepassdaten, und Auszahlungen laufen immer auf ein Bankkonto auf Ihren Namen.
Gibt es bei AstroPay eine Gebühr für ein ruhendes Konto?
Eine reine Inaktivitätsgebühr haben wir in den Bedingungen für den EWR nicht gefunden. Es gibt aber die Idleness Fee: Beantworten Sie Prüfanfragen nicht rechtzeitig, darf AstroPay 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat verlangen. Bei Neteller und paysafecard sind Gebühren für Inaktivität ausdrücklich geregelt.
Quellen
- AstroPay, Terms and Conditions for individuals (EWR)
- AstroPay, Vertragsbedingungen nach Land
- AstroPay, Gaming
- eps-Überweisung, Privatkunden
- eps-Überweisung, Impressum
- PSA Payment Services Austria
- paysafecard, AGB Österreich
- paysafecard, Gebühren und Limits
- Neteller, Gebühren
- Neteller, Nutzungsbedingungen
- win2day, Einzahlung FAQ
- win2day, Einzahlung Blog
- Glücksspielgesetz (RIS)
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- BMF, FAQ Glücksspielmonopol
- OGH, Rechtssatz RS0102178 (RIS)
- Parlamentskorrespondenz Nr. 787
- Spielsuchthilfe Wien
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz